Jul 04

Ich bin ungezogen. Nein, nicht zum gefühlt 100. Mal in eine neue Wohnung, sondern auf meine eigene Webseite.

Wer als weiterhin Laufberichte Berichte zu meinen diversen Volksläufen und sonstigen Aktivitäten lesen mag, kann dieses unter www.sielaeuft.de tun. Noch ist nicht alles zu 100% eingerichtet, aber es wird langsam. Natürlich bleibe ich bei einer Neuauflage auch keinsprint treu, aber zur Zeit ruht das Projekt ja.

Danke an alle, die mein Durcheiander bis jetzt gelesen haben, wir sehen und hoffentlich auf meiner gaaaanz eigenen Seite 🙂

Jun 07

So, ich habe mal einfach wieder eine Woche Pause gemacht. Warum? Weil ich nach dem Marathon alles wollte, nur nicht laufen. Jeder Kilometer tat weh und alles war doof. Und darüber meckern ist ja auch nicht wirklich untehaltsam. Langsam geht es aber wieder, wenn es nicht gerade wie bescheuert schüttet, macht laufen wieder Spaß. OK, heute habe ich Blattläuse geatmet und verschluckt. Oranges Hemd im Sommer ist nicht smart, es sei denn, man will fliegende Viecher fangen. Wollte ich eigentlich nicht wirklich, schmecken tun die auch nicht….

In den letzten Wochen war Laufen ja eh nicht das weltumspannende Thema. Es gehen ja ziemlich gefährliche Keime um. Nun sagen sich sicher die meiste, ach was soll es, ist ja weit weg und betrifft mich nicht. Ich bin am 24.5. ins Büro gekommen um zu erfahren, dass ein Kollegen im Krankenhaus ist. Das war dann nicht wirklich weit weg. Und ganz ehrlich, unsere Putzfrau ist nett, aber Türklinken hat die noch nie abgewischt. Und in jedem Büro gibt es Schweine, die sich nach dem Klogang nicht die Hände waschen. Bei uns unter den Frauen mindestens eine. BÄH. Also leichte Panik und Dessinfektionszeugs mitgenommen. Nicht das es hilft, aber es beruhigt :-). Doof ist nur, dass keiner weiss, woher das alles kommt. Und ich möchte doch so gerne einen schönen Salat bei diesem Sommerwetter essen. Aber wenn man dann eine Blubberbauch bekommt, und den bekomme ich von Salat immer, denke ich erstmal an werweisswas…Das einzig Gute ist, dass sie noch nicht vor Bratwurst und Bier warnen. Das wäre für Fußballfans wohl das Ende (OK; vergiss die Wurst wenn es dann sein muss).

Ach, gelaufen bin ich auch, so ein paar KM Training und am Sonntag den Veritas Hafenlauf im Rahmen des Harburger Binnenhafenfestes. Sonntag hatten wir schon morgens um 7 gefühlt 20 Grad. Schwül was es auch, aber ich bin heldenhaft los. Die Startnummern gab es am Bierstand, das hatte mal was ganz Neues. Und es gab Klos mit Wasser. Händewaschen bei EHEC. Und auch ohne immer ein Pluspunkt für die Veranstaltung. Los ging es um 9:15 und ich war mal wieder deutlich zu früh. Zum Glück habe ich einen Kollegen getroffen (im weiteren Sinne, der ist mehr in der Gestztgebungsgeschichte tätig. Helfen tut es auch nichts, Steuerrecht versteht bald keiner mehr) und mich nett unterhalten. Dann ging es los. Die Strecke führte in zwei Runden durch den harburger Hafen. Nett, breit, recht flach und schön sonnig. Inzwischen waren dann auch so um die 24 Grad im Schatte und der war dünn gesäht auf der Strecke.

Also, mir war warm. Dem Rest der Läufer auch, einige litten ganz schön. Toll waren vier sehr junge Menschen ( so zwischen 9 und 12 würde ich sagen), die die Strecke nicht nur durchgehalten haben, sondern auch zum Teil schneller als ich waren. Ich hoffe, dass da der Laufnachwuchs durchkommt. Über meine Zielzeit kann man nicht viel sagen, knapp unter 58 min. Doll war das nicht, aber ich bin kein Hitzeläufer. Immerhin geb es eine nette Medallie und Erdinger, dafür hat es sich dann doch gelohnt. Obwohl, auch diesen Sonntag habe ich mich mal wieder gefragt, warum ich eigentlich so komische Hobbys habe. Eine richtige Antwort habe ich noch nicht gefunden…..

Mai 23

Und Sonntag habe ich das ab KM 24 ungefähr jeden KM getan, also, für den-Nicht Rechner, 18 mal (die 195m habe ich mich gefreut). Was war los? Mein Leiblingsthema, das Wetter war los. Doch von vorne:

Sonntagmorgen war ich nervös, es war mir ja bereits am Sonnabend zu warm. Frühstück war schon schwierig, danach habe ich mich erstmal mit Magentabletten vollgestopft. Schwüle kann ich schon ohne Laufen kaum ab, mit Marathon ist es einfach zuviel. Als ich um 6:20 aus dem Haus zur Bahn ging, kamen mir mehr Nachtschwärmer als nervöse Marathonis entgegen. Die haben erst die Regionalzüge im Hauptbahnhof in die U-Bahn gespült. Mein Zwischenziel war das Raval, was voll war mit nervösen Läufern und motivierten Helfern. Lange geblieben bin ich nicht, meine Nerven. Zum Glück habe ich bei sowas immer einen Begleiter, wir waren die Ersten im Jollyday Inn und hatten noch freie Zimmerwahl. Nochmal Klo, dann zum Läuferdorf. Ich habe da noch meinen Startbeutel abgegeben, ich habe nach dem Lauf gerne so schnell wie möglich trockene Sachen und der Weg zum Jolly ist mir dann zu weit. Danach Dixi-Schlange, mehrfach. Wie immer….

Am Start habe ich noch ein paar Mitläufer verabschiedet, mich mit halb Süddeutschland unterhalten und auf den Start gewartet. Bei bereits 18 Grad um 9. Im Schatten, den wir nicht hatten. Die ersten KM liefen gut, ich hatte einen niedrigen Puls und kaum Probleme. Ab KM 10 merkte ich schon, dass es warm ist und habe versucht, etwas Tempo rauszunehmen und gleich sehr viel zu trinken. Was meinem Magen auch nicht gefallen hat. Bei 16 stand ein Kollege, ich freue mich ja über jedes bekannte Gesicht an der Strecke. Unsere erste Stelle war bei 18, auch da war es warm, aber noch OK.

Halb mir 2:19 war bei dem Wetter gut. Aber anstatt jetzt schneller zu werden, schlug die schwüle Hitze erbarmungslos zu. Ich bin zu ersten Mal (außer der Sache mit dem verdorbenen Magen) schon bei KM 23 gegangen. Es ging nichts mehr, mein Puls war in Sprinthöhe und mir war nur heiß. Bei 24 erstmal wieder aufgetankt und dann langsam weiter, mit einer echt ekligen Dixi-Pause (also nicht nur mein Magen spinnt- das Dixi war bis dahin schlimmer als Laufen), kurz am Rübenkamp einen Sponsor über die Hitze vollgemeckert und dann weiter. In der City Nord dachte ich kurz daren, jetzt einfach in die U-Bahn zu springen und den Quatsch zu lassen. Ich habe jetzt jede Wasserstellen angelaufen und sogar meinen Schwamm benutzt. Mach ich sonst nie, Gestern war ich froh über jede Abkühlung. Um mich herum litten meine Mitläufer ähnlich, daher konnte es ja nicht nur an mir liegen. Gedanken an Endzeiten hatte ich schon lange aufgegeben, es war nur noch ankommen das Ziel. Sehr schön war es, dass es gerade ab KM 25 viele Privatleute mit Wasser an der Strecke gab. Danke, das haben alle gebraucht. Ich habe mich auf Laufen, Gehen und Kinderabklatschen verlegt. Und versucht, überwiegend frustrierte Männer zu überzeugen, dass auch 5 Stunden nicht schlimm sind. Hoffe, es ist gelungen.

Bei 30 standen wieder Fanräume-Unterstützer. Dort habe ich erfahren, dass unser Krankheitsfall bei 18 aufgehört hat. Klar ist das frustrierend, aber 4000 Läufer sind gar nicht angetreten und nicht alle davon waren krank. Und es war einfach das Vernünftigste, es wäre eine nicht ungefährliche Qual geworden. Derjenige Läufer wird nie wieder im Mai laufen, das ist nicht sein Monat.

Ohlsdorf war die letzte Möglichkeit, die Bahn zu nehmen. Aber ganz ehrlich, da bin ich nun schon über 30 KM durch die Hitze gestapft, da nehme ich doch nicht die Bahn. Nix da, durch, langsam eben. Auf der Alsterkrugchaussee mußte ich kurz einen Keinsprint-Kollegen motivieren, leider konnte ich ihn nicht lange begleiten, da mir durch den aufkommenden Wind kalt wurde und ich einfach laufen mußte (mal mehr, mal weniger). Bei 34 Cola gefaßt und dann die blöde Steigung beim Nedderfeld hoch. Da waren dann aber auch schon 35 KM um. Die nächsten Unterstützer standen bei 37, in der Rennphase war ich froh, dass wir so viele Leute hatten. Man freut sich über jeden Schluck Wasser. Eppendorf war wieder toll, auch wenn es danach mal wieder bergan ging. Aber da war mir klar, dass ich in Ziel kommen werde, ganz sicher. Gegangen sind um mich herum fast alle. Ich habe mich bis kurz vor 40 zum Laufen gequält, inzwischen fing es an zu nieseln und die Luft wurde so schwer, dass man sie Stapeln konnte. Und bei 39, der letzte Keinsprit-Stelle, habe ich einen Schluck Astra genommen. Ich konnte auch kein Wasser mehr sehen. OK, bei 40 wieder, Iso ist auch scheußlich.Und dann noch in HSV-Blau.

Zum Schluß habe ich mal wieder der Gorck-Fock-Wall zutiefst verflucht, wärend ich langsam hochgelaufen bin. Und dann Zielgerade, Freude und Jubel. Geschafft! Zeit? 5:02 und was… völlig egal, heil angekommen. Und im Ziel endlich Bier, wenn auch alkoholfrei. Nie wieder Wasser. Und wie schön eine heiße Dusche sein kann, merkt amn immer nach so einem Lauf. Da gehört Wasser hin :-).

Im Raval war dann Pause. Und keine Sonne mehr. Der Rest war entweder schon da oder trudelte etwas später ein, einige mit der Aussage „nie wieder“. Das höre ich öfter mal, nie wieder – bis zum nächsten Mal. Der Rest des Tages habe ich alles gegessen, was ich finden konnte, meine Biervorräte ausgetrunken, Gewitter geguckt und Doof-TV (alles über Arnie) und mich gefragt, warum ich nicht Hallenhalma spiele und gucke. Wahrscheinlich, weil ich was versäumen würde. Marathon 13 ist schließlich schon gebucht….

Vielen Dank an das Raval, die Streckenposten, das Jollyday Inn, alle Sponsoren und Unterstützer, Taina für die Organisation und alle Mitläufer. Vielleicht bis 2012, dann im April.

Mai 22

Es ist Sonntagmorgen, 5:45 und ich kämpfe mit meinem geliebten Haferschleim(ich weiss, 80% der Leser schütteln sich jetzt-ich mag das Zeug). Noch so ein Ritual, ohne laufe ich nicht gerne. Es geht aber, in Wien gab es keinen :-).Ich hätte auch gerne Käsekuchen, aber den habe ich auch nicht. Schhuld eigene, hier gibt es ja Läden.

Natürlich war ich zu früh wach und bin Höllenervös. Ist für mich ja auch erst der 12. Marathon. Ich kann mir gut vorstellen, wie es den Anfängern jetzt geht. Ich hoffe jetzt, dass es heute alles gut läuft, keine Krämpfe, Blasen oder Magenprobleme, dass alle Läufer gut und heil durchkommen und dass es auch im Feld und an der Strecke zu keinen Problemen kommt. Und das das Gewitter erst anfängt, wenn wirklich der letzte Läufer im Ziel ist. In ein paar Stunden werden wir es wissen…

Mai 21

So, morgen geht es los. Nun wird es auch Zeit. Warten ist auch nicht wirklich mein Ding und nun habe ich auch gefühlt drei Kilo Nudeln gegessen und 400 mal die Wettervorhersage auf allen Portalen angesehen. Als ob das jetzt was ändern würde…..Ok, vielleicht die Nudeln, die geben ja Kraft…..und Kugelbauch.

Heute habe ich erstmal den Einkauf erledigt, dann vor lauter Nervosität drei Maschinen Wäsche gewaschen und mich mit Kuchen beruhigt. Nun überlege ich, ob ich noch Bügeln will. Aber eigentlich nicht. Viel zu warm und es gibt Fußball und kein Autorennen (mein lieblings Bügel-TV, da kann ich auf der Wäsche mitfahren). Ganz sicher werde ich noch was essen, Banane, das gibt Kraft (Kraf ist das Thema vor dem Marathon. Danach machen die Haare auf der Brust). Und vielleich ein Brot. Keine Nudeln, die gab es eben im Raval und ich verwandle langsam wirklich in eine Nudel, obwohk die wieder sehr lecker waren. Lauf-Nudel, auch mal was Neues……Bei dem Wetter wäre ich aber lieber eine Pool-Nudel.
Und noch ein Biermischgetränk trinken, bei den Läufen, wo ich das vorher gemacht habe, war ich recht gut. Aberglaube, wie das Siegershirt, was erst bei einer Niederlage gewaschen wird. Gut, dass Fußball immer mehr im Winter stattfindet 🙂

Ansonsten werde ich morgen natürlich viel zu früh aufstehen, vielleicht noch ein paar Worte schreiben, essen und zuviel Kaffee trinken, viel zu früh im Raval sein und alle Dixis zwischen Horn und Hollywood mitnehmen. Also nichts Neues.

Ach, und natürlich habe ich heute Geld ausgegeben. Wird ja auch sonst schlecht. Oder sowas…..

Mai 20

Der Hafen hat mich wieder freigelassen. Bildungsurlaub ist toll, aber anstrengender als arbeiten. Wenigstens, wenn man so ein Büromensch wie ich ist. Da kann man das ja gar nicht mehr ab, fünf Tage hintereinander durch die Gegend zu toben. Ich bin doch ganz nett müde heute. PUH.

Aber natürlich konnte mich nichts davon abhalten, heute meine Startunterlagen auf der Marathonmesse abzuholen. Mit einem wehleidigen Blick auf unser nun wieder Zweitligastadion…..Denn die Messe findet dieses Jahr nicht am Ende der Welt statt (wo ich heute morgen die Bleichen, ein Museumsschiff, besichtigt habe, falsches Timing, letztes Jahr hätte das toll gepasst) sondern auf dem Heiligengeistfeld. Für alle Auswärtigen toll, so ist man mitten in der Stadt . Es irrten auch schon genug Leute duch die U-Bahn, die Stadt läuft langsam aber gewaltig voll. Die Messe ist zwar klein, aber nett. Und ich habe es geschafft, heute kaum Geld auszugeben. Aber morgen ist auch noch ein Tag – und es gibt schöne Sachen für Läufer :-).

Sorgen macht mir das Wetter. Hamburg 1 erzählte heute als Marathonvorhersage was von drückend schwül. Das ist nicht meins, um es mal ganz ehrlich zu sagen. Da quäle ich mich schon beim Training. Nochmal Puh, doch ändern kann ich es natürlich auch mal wieder nicht. Das ist wie mit der zweiten Liga, aber gefallen tut es mir nicht wirklich.

Zum Thema Zeit nur noch eins: Bei Gewitterwetter werde ich noch vorsichtiger laufen und lieber mit fast 5 Stunden ankommen als auf der Strecke liegenzubleiben. Bei Regen hingegen geht das Punk ab. Oder so was ähnliches, ich werde es sehen.

Mai 19

Heute war Pause. Zum Glück, der Bildungsurlaub kennt keine Gnade, auch heute ging es um 8:30 in der Schanze los (von zu Hause deutlich früher). Zu Hause war ich gegen 18:20. Dieser Urlaub geht länger als ein Arbeitstag, ist aber spannend. Kann ich nur Empfehlen, wenn der Job es irgendwie zulässt.

Heute war kleine Krise angesagt, ein Läufer hat gesundheitliche Probleme. Es ist zwar schade, aber wenn es nicht geht, muss man das Laufen leider lassen. Mist ist es allemal, da die ganze Vorbereitung nun erst mal umsonst war. Aber machen kann man leider nichts, wenn es nicht geht. Mal sehen, was morgen ist, vielleicht wird es ja noch besser.

Ich werde langsam nervös, vorallem, was das Wetter angeht. Vorhergesagt sind 20 Grad und Regen. Das hört sich in meinen Ohren nach schwüler Luft an und das mag ich nun gar nicht, weil ich da Probleme mit dem Atmen und der Wärme allgemein habe. Und dann werden 42 KM lang. Aber noch ist das Wetter ja noch nicht in Stein gemeißelt, vielleicht kommen noch die beliebten 17 Grad, leicht bewölkt. Ich hoffe weiter. Und wenn nicht, dann eben langsam Laufen….Morgen hole ich meine Unterlagen ab, ich mach das in Hamburg immer am Freitag und wie bei Fußballritualen lasse ich mich nicht davon abbringen. Ich gehe Sonnabend auch gerne noch mal auf die Messe, wenn ich Zeit haben und die Messe nicht am Ende der Welt ist. Man trifft doch immer interessante Leute dort. Und diesen Sonnabend gibt es ja auch noch lecker Nudeln im Raval.

Und weil der Tag gerade so unrund ist: Nun ist im NDR auch noch der Lotto, der alte HSVer. Ach nee…..Nun singe ich den Rest des Abends „Hamburg meine Perle“, Scheiß Ohrwurm, hätte den nicht einer von uns erfinden können???????

Mai 18

Heute war der letzet Lauftag für mich. Ich mag keine Runden vor einem Marathon, um locker zu werden oder noch was zu trainieren. Was ich bis heute nicht getan habe, hole ich nun morgen auch nicht mehr auf…

Wie ich schon erwähnte, habe ich Bildungsurlaub. Leute, ich weiss jetzt was über Schiffe, Container, Ladebrücken, Van Carrier, Werften usw. Damit kann ich alle in Grund und Boden Quatschen. OK, kann ich auch so, liegt in der Familie. Problem ist, dass ich deutlich länger Unterwegs bin. als an einem normalen Arbeitstag. Dass denn zu Urlaub. Aber klüger wird man wirklich.

Heute habe ich das Laufen daher auf die Morgenstunden verlegt. Ich bin einfach normal, d.h. um 5:15 aufgestanden und um 5:35 losgetrabt. Es war, wie könnte man es auch anders erwarten, recht leer im Gehölz. Alleine war ich bei weitem nicht, es gibt immer Läufer, egal wann. Und die Morgenschicht ist bundeswehruni-frei, das bedeutet, alle sGrüßen. Haben die Bundspinner nicht nötig, mehrfach versucht und dann aufgegeben. Dann nicht!
Ich bin relativ langsam gelaufen, denn gestern war doch anstrengend. Ich hatte das Gefühl, jeder Treppe am Vortag hat sich in meinem Hinterteil verewigt. Aber gut, da mußte ich durch. Ich habe für die 9,5 KM zwar mehr als eine Stunde benötigt, danach war das Frühstück aber doppelt lecker. Und einige meiner Mitstreiter waren heute morgen doch beeindruckt, dass ich schon gerannt bin. Ja, was tut der Läufer nicht alles für die perfekte Vorbereitung.

Mai 17

Fünf Tage noch. Und ich renne wie eine Verrückte durch den Hamburger Hafen. Ich habe Bildungsurlaub, wobei, das mit dem Urlaub ist zweifelhaft 🙂

Habt Ihr schon mal ein Containerschiff besichtigt? Ich habe das heute gemacht. Im Maschinenraum gibt es ungefähr eine Million Treppen (und Höllenlärm) und die sind wir rauf und runter getobt. Und vom Bauch des Schiffes zur Brücke ist schon ein guter Anstieg. Training mal ganz anders. Danach noch Alter Elbtunnel und zwei Stunden über das Werksgelände bei Blohm und Voss. Und das mit geliehenen Sicherheitsschuhen. Mann, hatte ich Angst vor einer Blase, aber es ging zum Glück gut. So eine dicke Blutblase kann ich jetzt nicht haben. Laufen fällt heute wegen Plattfüßen und Loch im Bauch aus. Und nach dem Essen bin ich auch kein Läufer mehr, sondern ein Schlafbär (wenn auch nicht DER Schlafbär, wer den kennt, weiss warum).

Morgen früh noch eine kleine Runde und dann beginnt die Ruhephase vor dem Wettkampf. Soweit man eine Besuch der Speicherstadt und des Containerterminals Waltershof als Pause ansehen kann.

Mai 16

Es ist Montag. Das ist schon mal klar. Eigentlich ist Montags bei mir Pausentag, weil am Wochenende ist ja meistens Wettkampf und Montag dann Ruhetag. Heute war es anders:

Ich habe diese Woche Bildungsurlaub, das erste Mal seit 18 Jahren Berufstätigkeit. Ich wollte einfach mal noch viel klüger werden :-). Vier meiner Kollegen auch, man ist eben nie alleine. Das Finanzamt ist immer da!

Thema: Hafen, Schlüssel zur Globalisierung, laut Träger täglich von 9 bis 17:00. Da dachte der wohl doch nicht so kluge Läufer, dass man morgens gemütlich Laufen, Frühstücken und dann los könnte. Von wegen, heute gab es das Programm: Dienstag treffen um 8:15 an den Landungsbrücken. Um davor noch in Ruhe zu Lauffrühstücken muss ich vor meiner normalen Arbeitsaufstehzeit ( und das ist bereits 5:15) hoch. Das heißt doch BildungsURLAUB. Und Schluß um 17:32. Mittagspause is auch nicht. Komischer Urlaub. Aber dafür darf ich morgen ein Containerschiff und die Werft besichtigen, das wird sicher spannend. Und manchmal bin ich ja voll flexibel. Da wir heute Mittag genug Zeit hatten, im Raval eine vergetarische Currywurst zu testen (war echt lecker und auf dem Heiligengeistfeld wird das Marathondorf schon aufgebaut), hatte ich heute abend keinen Hunger und bin einfach Laufen gegangen. OK, es war etwas feucht, aber endlich mal kein Pollenzeugs und damit kein Husten. Regen kann so schön sein.

Gelaufen bin ich um und bei 10, meine Pulsuhr, die gestern noch behauptete, dass die Batterie voll geladen ist, meldete heute schwache Batterie. Die weiss auch nicht, was sie will. Also bin ich gemütlich mit ohne Uhr gelaufen, die Strecke kenne ich ja und mach nun morgen Pause. Es soll eh genug Gerenne im Hafen geben. Ist ja auch Training……

preload preload preload